SPD Töging am Inn im Landkreis Altötting

ANA 17.11.09: Gabriel soll die SPD-Wähler „wieder einfangen“

Veröffentlicht am 17.11.2009 in Presse

Zellner, Steindl, Dönhuber: Zustimmung zur Wahl von Sigmar Gabriel als Parteivorsitzender

Altötting. „Die Wahl von Sigmar Gabriel ist eine sehr gute Entscheidung und freut mich auch in ihrer Deutlichkeit.“ So kommentiert Günter Zellner, SPD-Vorsitzender im Unterbezirk Altötting, die Vorstandsentscheidung seiner Partei. Diese Beurteilung teilen auch weitere führende Genossen im Landkreis Altötting.
Der Personalwechsel sei nach der schweren Niederlage bei der Bundestagswahl wichtig gewesen. „Das ist ein gutes Führungsteam“, sagt Zellner auf Nachfrage des Anzeigers. Er hofft darauf, dass seine Partei jetzt in der Programmatik wieder neue Akzente setze, zuvorderst bei Themen der Sozial-, Renten- und Steuerpolitik. „Wir müssen uns wieder auf unsere Wurzeln besinnen“, so Zellner, der auch in Generalsekretärin Andrea Nahles und Präsidiums-Mitglied Klaus Wowereit große Hoffnungen setzt. Beim Parteitag sei kein Mitglied aus dem Unterbezirk als Delegierter dabei gewesen; für den nächsten Parteitag wolle man aber wieder ein Mitglied entsenden.
Auch Burghausens Bürgermeister Hans Steindl zeigt sich „mit dem Ablauf zufrieden“. Sigmar Gabriel verfüge über die nötige Dynamik und Weitsicht, um die SPD neu aufzustellen und zu stabilisieren. „Die SPD muss sich in der Opposition neu sammeln und positionieren“, fordert er. Bezüglich einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei vertritt er die Meinung, dass es für Berührungsängste keinen Grund gebe. „Es gibt nach wie vor eine Mehrheit links der Mitte. Wir müssen unsere Anhänger und Wähler wieder einfangen“, fordert Steindl die neue Parteispitze zum Handeln auf.
Altlandrat Seban Dönhuber sieht in dem neuen Vorsitzenden Gabriel ebenfalls den richtigen Mann: „Er ist ein Allround-Politiker, ein Pragmatiker, der in der Partei und auch in der Bevölkerung vermittelbar ist.“ Gleichzeitig wisse er um die Verantwortung, ein Amt in der Tradition von Kurt Schumacher, Willy Brandt und Hans-Jochen Vogel auszufüllen. Dönhuber glaubt nicht, dass es mit der neuen Führungsmannschaft einen Linksruck der SPD geben werde; er hält aber auch nichts von einer Annäherung an die Linkspartei. „Wir sind eine Partei der linken Mitte“, sagt der Altlandrat - und das gerade auch 50 Jahre nach dem Godesberger Programm, das die SPD zur Volkspartei gemacht habe. Und diese werde in dieser Gesellschaft und in diesem Staat gebraucht - „heute ebenso wie damals“. - ecs

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