OVB 15.05.19: Zellner will das Rathaus erobern

Veröffentlicht am 18.05.2019 in Wahlen

56 Jahre hat die SPD in Töging den Bürgermeister gestellt. Seit 2014 stellt ihn allerdings die CSU. Für die Töginger SPD hat nun Günter Zellner für die Kommunalwahl im nächsten Jahr seinen Hut in den Ring geworfen.

Töging – Bei der Hauptversammlung im Gasthof Müllerbräu stimmte sich die Töginer SPD auf den Kommunalwahlkampf ein. Mit dem DGB-Regionalgeschäftsführer und Töginger Stadtrat Günter Zellner wollen die Sozialdemokraten wieder die Führung im Rathaus übernehmen. Bis 2014 war mit den Bürgermeistern Franz Förg, Max Saalfrank und Horst Krebes das Stadtoberhaupt 56 Jahre lang ein Sozialdemokrat.

Nachdem sich der SPD-Vorstand intern bereits geschlossen hinter Zellner gestellt hatte, gab es auf der Hauptversammlung, an der auch 16 Nicht-Mitglieder teilnahmen, viel Beifall für die Ideen des Kandidaten. Am Ende stimmten alle 42 Anwesenden für die Kandidatur von Tögings aktuell Drittem Bürgermeister.

 

Dieses Ehrenamt bekleidet der seit 20 Jahren in Töging lebende Erdinger nämlich seit den Kommunalwahlen von 2014. „Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich Bürgermeister kann“, bekräftigte Zellner seine Absicht, ab März 2020 hauptamtlich für die SPD im Töginger Rathaus arbeiten zu wollen. Der „faire aber harte Wahlkampf“, wie der Vorsitzende Marco Harrer ihn ankündigte, soll allerdings erst im Herbst losgehen, wenn auch alle Stadtrats-Kandidaten für die Kommunalwahlen im März 2020 bei der offiziellen Nominierungsversammlung gewählt werden.

Einen symbolischen Schlüssel für die Stadt überreichte Harrer mit seiner Co-Vorsitzenden, Birgit Noske, aber schon in Form eines riesigen Brezenzopfs.

Birgit Noske blickte in ihrem Bericht auf das vergangene Jahr und erfolgreiche Veranstaltungen wie die Volksfestkundgebung mit der bayerischen SPD-Vorsitzenden, Natascha Kohnen, im Landtagswahlkampf 2018 zurück. Marco Harrer kündigte an, aufzuzeigen, was unter dem amtierenden Bürgermeister von der CSU nicht optimal gelaufen sei.

Günter Zellner repräsentierte die SPD von 2008 bis 2014 im Töginger Stadtrat bereits als Fraktionssprecher. „Bürgermeister muss man ganz oder gar nicht sein!“, erklärte der gelernte Fluggerätemechaniker und bekam dafür viel Beifall. Er sei bereit, „die Stadt als Bürgermeister 24/7 zu repräsentieren und die Interessen der Bürger zu vertreten“.

Immer für die Anliegen der Bürger da zu sein, sei also nicht nur Wahlkampftaktik, sondern diese Politik will der verheiratete Familienvater auch im Falle einer erfolgreichen Wahl fortsetzen. „Da soll sich nicht nur der Stadtrat einbringen!“, ermutigt Zellner alle Bürger zum Mitmachen. Töging „liebens- und lebenswert“ zu erhalten, sei sein Ziel. Arbeitsplätze will er erhalten und neue schaffen: „Sowohl den Industriepark auf dem Gelände der früheren VAW, als auch den an der Autobahnausfahrt haben wir damals noch mit einem SPD-Bürgermeister im Rathaus auf den Weg gebracht!“, sagte Zellner.

Als Chef des Rathauses will er aber auch für genügend neue Wohnungen sorgen. Die Integration neuer Töginger sei auch eine Chance für die örtlichen Vereine, schließlich will man die neuen Mitbürger auch in der Stadt halten.

Als Bürgermeister könne Zellner nicht zuletzt seine Erfahrungen als langjähriger Jugendverantwortlicher im TuS Töging einbringen: „Da muss auch seitens der Stadt mehr Unterstützung für die Vereine kommen!“, so Zellner. Eine weitere Herzensangelegenheit ist Zellner die Bildung.

Am Ende der Versammlung erklärte der SPD-Vorsitzende Marco Harrer: „Wir haben die Chance auf das Bürgermeisteramt und die wollen wir nutzen!“.