PNP 05.05.18: Wohnraum und Senioren im Fokus

Veröffentlicht am 08.05.2018 in Ortsverein

Die Führungsspitze des SPD-Ortsvereins mit dem Wahlleiter, von links: Jutta Heimerl-Sejpka, Andreas Spermann, Brigitte Straßer, Ernst Huber, Werner Johst, Max Baumgartner und Max Gschwendtner. Foto: Kleiner

SPD-FoP-Fraktion legt ihre Themenschwerpunkte fest – Vorstandschaft des SPD-Vereins bestätigt

Marktl. Die gesamte Spitze des SPD-Ortsvereins ist bei der Neuwahl auf der Hauptversammlung im Gasthaus Oberbräu einstimmig wiedergewählt worden. Vorsitzender Max Baumgartner blickte auf ereignisreiches Jahr für die SPD in Bayern zurück und erinnerte an die traditionellen Aktivitäten des Ortsvereins wie etwa das nach wie vor beliebte Ostereiersuchen – ein Extralob für die Organisation galt hier Angela Rose.

Weiter ließ er die Mitgliederbefragung der Bayern-SPD zum Landesvorsitz Revue passieren, wo schließlich Natascha Kohnen zum Zug kam. Im Sommer besuchte auf Einladung von MdL Günther Knoblauch eine Gruppe "Rote Radler" mit dem Fraktionsvorsitzenden Markus Rinderspacher die Marktgemeinde.

 

Baumgartner erinnerte auch an die Teilnahme an Terminen des Unterbezirks und den Empfang in Erharting unter dem Motto "100 Jahre Freistaat Bayern" mit Markus Rinderspacher.

Zum Ausgang der Bundestagswahl bemerkte er: "Das Ergebnis ist natürlich absolut enttäuschend und die Ursachen sind sicher vielfältig." Danach sei die Diskussion erst richtig losgegangen, als die SPD in die Zwangslage kam, über eine Regierungsbeteiligung zu entscheiden. Das Mitgliedervotum zu dieser Frage bezeichnete er als "urdemokratische Sache, auf die wir in der SPD durchaus stolz sein können." Schließlich informierte er noch über die Arbeit im Gemeinderat und gute Zusammenarbeit in der SPD-FoP- Fraktion und im ganzen Gremium. Zwei Schwerpunkte habe man sich in der Fraktion vorgenommen: Wohnbau und Seniorenpolitik. Aktuell habe der Ortsverein 25 Mitglieder – genau so viele wie im letzten Jahr. Sorge bereitet ihm die Altersstruktur, weil mehr als die Hälfte über 60 Jahre alt seien.

Kassierin Brigitte Straßer gab Einblick in eine geordnete Kasse und gab ein kleines Polster von annähernd 2230 Euro bekannt. Kassenprüfer Werner Johst bestätigte ihr beste Arbeit.

Bürgermeister Hubert Gschwendtner ging in einem Kurzbericht zur Gemeindepolitik auf die wichtigsten Zahlen, Investitionen und Projekte ein, darunter der Anbau für die Kinderkrippe und die Generalsanierung des Kindergartens, Breitbandausbau, Erwerb, Sanierung und Umbau des Bäckereigebäudes am Marktplatz, Brücke in Augenthal, Löschfahrzeug für die FFW Marktlberg und die Wasserversorgung. Man lege Wert darauf, dass der Außen- und Innenbereich gleichbehandelt werden. Viele Straßen sind seinen Worten nach sanierungsbedürftig. Nach dem Wegfall der Straßenausbaubeiträge hänge man quasi in der Luft, weil die Kompensation durch den Freistaat noch offen sei. Außerdem berichtete er vom Rekordhaushalt 2018 und von einer hohen Investitionsquote und stellte fest, dass ihm um die Zukunft nicht bange sei und man sich weiterhin mit ganzer Kraft für das Wohl der Bürger einsetzen werde.

Fraktionssprecher Max Gschwendtner kam auf das große Problem mit den vielen Leerständen in Marktl zu sprechen. Er bedauerte, dass die Gemeinde hier machtlos sei, weil alles in Privatbesitz sei. Ein wichtigstes Ziel sei deshalb die Wiederbelebung des Ortskerns, zu diesem Zweck habe die Gemeinde auch selber beigetragen und das Gebäude mit der Bäckerei gekauft. Eine Aufgabe sehe man auch darin, Wohnraum zu schaffen, die Bebauung innerörtlich zu verdichten und die Betreuungssituation älterer Mitbürger zu verbessern. Zur Errichtung eines Altenheims bestehe laut der Aussage verschiedener Träger aber kein Bedarf, fuhr er fort und stellte das Angebot einer Tagespflege als Zukunftsmodell heraus. So hoffe man sehr, dass die Baupläne für den ehemaligen Gasthof zur Post realisiert werden, dann könnten ein ärztliches Zentrum und eine Tagespflege entstehen.

Die Neuwahl ging unter Leitung des Unterbezirksvertreters Ernst Huber schnell über die Bühne. Das Ergebnis: 1. Vorsitzender Max Baumgartner, Stellvertreterin Jutta Heimerl-Sejpka, Schriftführer Andreas Spermann, Kassiererin Brigitte Straßer, Kassenprüfer Werner Johst, Beisitzer: Angela Rose, Roland Stadler, Max Gschwendtner und Bernhard Schwertfellner. Als Delegierte zur Bundeswahlkreiskonferenz Altötting wurden Max Baumgartner, Jutta Heimerl-Seipka und Max Gschwendtner gewählt, Ersatzdelegierte sind Hubert Gschwendtner, Carola Bruckner und Bernhard Schwertfellner.
-mk

 

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