PNP 16.07.20: Eine neue politische Heimat gefunden

Veröffentlicht am 18.07.2020 in Ortsverein

Früherer JU-Vorsitzender Nicolas Höcketstaller ist zur SPD gewechselt – Treffen mit Landeschefin

Töging. Früher war er bei der CSU aktiv, heute bei der SPD: Der frühere Töginger Ortsvorsitzende der Jungen Union (JU) und Kreisvorsitzende der Auszubildenden- und Schülerunion (SU), Nicolas Höcketstaller, ist seit kurzem Mitglied der Sozialdemokratischen Partei.

Der 19-Jährige hat gestern im Gespräch mit dem Anzeiger bestätigt, dass er Ende März der SPD beigetreten ist. Im Juli 2019 hatte er wie berichtet der CSU den Rücken gekehrt. Er habe seine Positionen überdacht und sei zu der Überzeugung gekommen, dass die Sozialdemokratie doch die besseren Konzepte habe, sagt er. Gerade die sozialpolitischen Ansätze der SPD würden ihm mehr zusagen, etwa wenn es um die Sicherung von Arbeitsplätzen gehe. Auch die "Queer"-Politik der SPD finde er gut: Zwar sei er selbst nicht davon betroffen, doch er finde er es richtig, wenn man die Rechte von Menschen stärke, deren Sexualität von der "Hetero"-Mehrheit abweicht.

Nicolas Höcketstaller hat schon kurz nach seinem Eintritt in die SPD deren bayerische Landesvorsitzende Natascha Kohnen kontaktiert und mit ihr den vorvergangenen Mittwoch in München verbracht: Er besuchte mit ihr den Mieterverein, wo es um das Thema Mieten-Stopp und das dazu geplante Volksbegehren ging. Er schaute sich im Bayerischen Landtag um, dem Natascha Kohnen angehört, und ging mit der Politikerin, die auch schon mehrfach in Töging zu Gast war, zum Essen. Natascha Kohnen erwähnt Höcketstallers Besuch in ihrem Facebook-Account und bezeichnet den 19-Jährigen als "Energiebündel."

In seiner Zeit bei der CSU hatte sich Nicolas Höcketstaller stark eingebracht: So kam es maßgeblich auf sein Betreiben im Februar 2017 zur Gründung der "Auszubildenden- und Schüler Union (SU)" auf Kreisebene, deren Vorsitz er auch gleich übernahm. Schon im Mai 2016 hatte er auf Einladung von MdL Dr. Martin Huber ein viertägiges Praktikum im Bayerischen Landtag absolviert – mit damals gerade einmal 15 Jahren. Im März 2017 erlebte er dann als Praktikant auf Einladung von MdB Stephan Mayer den Politikbetrieb im Deutschen Bundestag in Berlin.

Die Erfahrungen, die er dabei gewonnen habe, könne er ja auch jetzt auch bei der SPD einbringen, sagt Nicolas Höcketstaller. Er könnte sich auch gut vorstellen, einen Posten im SPD-Ortsverein zu übernehmen, falls ihm die Besucher einer Jahreshauptversammlung ihn dazu berufen. Auch eine Tätigkeit im Töginger Stadtrat ist für ihn durchaus denkbar, wenn 2026 die nächsten Kommunalwahlen stattfinden. Nicolas Höcketestaller: "Wenn man mir eine Kandidatur anbietet, würde ich nicht ablehnen." Er durchläuft derzeit eine Ausbildung zum Speditionskaufmann und wird ab September eine Ausbildung zum Finanzbeamten antreten.

Die früheren politischen Freunde von der JU/CSU hätten auf seinen Wechsel "teilweise schon etwas überrascht" reagiert, sagt Nicolas Höcketstaller. Mit seinem Wechsel zur SPD hat er übrigens exakt die gleiche Parteien-"Laufbahn" wie sein älterer Bruder Bastian Höcketstaller mehr als 20 Jahre zuvor: Auch er hatte sich bei der Jungen Union engagiert, ehe er Ende der 90-er Jahre der SPD beitrat und 1999 zum Töginger Ortsvorsitzenden der Jusos gewählt wurde. 2002 zog er dann in den Stadtrat ein, hatte von 2008 bis ’14 das Amt des Zweiten Bürgermeisters inne. Im Januar 2015 schied er dann vorzeitig aus dem Stadtrat aus. "Ich habe etwas länger gebraucht als mein Bruder, um zu erkennen, dass die SPD doch die bessere Partei ist", sagt Nicolas Höcket-staller. − afb

 

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