PNP 24.09.20: "In Töging steckt viel mehr!"

Veröffentlicht am 26.09.2020 in Ortsverein

Statt mit "Vollgas" mit "Zuversicht" in Zukunft – Vorstand im Amt bestätigt

Töging. "Jetzt, wo richtig was los war und alle sehr gefordert waren, hat sich die Doppelspitze bewährt", resümiert Birgit Noske, neben Marco Harrer eine der beiden SPD-Ortsvorsitzenden in Töging, ihren Jahresbericht von 2019 im Rahmen der jüngsten Jahreshauptversammlung im Saal des Gasthauses Springer – der Corona bedingt mit kaum 30 Gästen noch viel Raum gelassen hat. Und diese Doppelspitze wurde in Gestalt von Noske und Harrer an dem Abend von den 22 stimmberechtigten Mitgliedern einstimmig wiedergewählt.

Dabei stand erst einmal ein "Mir tut’s leid!" von Marco Harrer an. Bei seiner Begrüßung musste er einräumen, dass sein Versprechen nach seiner Wahl vor sechs Jahren, "mit Vollgas" die SPD wieder voran zu bringen, nicht gelungen sei. Ganz im Gegenteil müsse nun ein Stadtrat weniger im Gremium konstatiert werden. Dennoch blicke er mit Zuversicht in die Zukunft ob des großen Engagements der Damen und der Jungen.

Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und der mit acht Mitgliedern neu gegründeten Juso-Gruppe werde man alles daran setzen, die SPD wieder dahin zu bringen, wo sie hingehört. Nicht nur zu Wahlkampfzeiten, die die Mitglieder im Vorfeld der Kommunalwahlen bereits seit April 2019 mit ersten Aktionen eingeläutet haben.

Stets sehr engagiert mit dabei bei Veranstaltungen, Festen, Märkten oder auch beim Ferienprogramm: die Damen der AsF unter der neuen Vorsitzenden Martina Völzke. Kassier Gaby Ortinger berichtete von einem Endstand in der Kasse von rund 14800 Euro und damit rund 1400 Euro weniger als am Jahresanfang.

Mit Erwin Schmitzberger für die Arbeitsgemeinschaft "60 plus" sowie Lea Zellner, neben Nicolas Höcketstaller an der Spitze der Jusos, kamen die "Senioren" und "Junioren" ebenfalls zu Wort.

Stolz sei man auf die engagierten Jungen in der SPD, so Birgit Noske, bevor die Ortsvorsitzende das Wort an Günter Zellner weiterreichte. Zellner hatte sich als Bürgermeisterkandidat engagiert und dankte für die große Unterstützung im Wahlkampf – auch wenn der dann nicht in seinem Sinne ausgegangen sei.

Warum nicht er, sondern Werner Noske in der Funktion des Dritten Bürgermeisters stehe? "Mein Anspruch ist nach dem engagierten Wahlkampf einfach ein anderer!" Jetzt gehe der Blick in die Zukunft, so Zellner: Die SPD sei nun gefordert – auch mit nur fünf Stadträten – Anträge einzubringen, die Töging weiterbringen. Auch wenn diese von der CSU geblockt werden sollten. Es gehe um Klima, Mobilität, Wohnen und Ökologie – Töging müsse endlich, wie Nachbarkommunen, auch die Zukunftsthemen anpacken. Ohne die Sozialdemokratie sei das wohl nicht denkbar, meinte Zellner.

Annette Heidrich als Vorstandsvorsitzende im SPD-Unterbezirk lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Ortspartei und Unterbezirk lobte. Der Bundes-SPD hätte sie allerdings mit Blick auf die Wahl ihres "Zugpferds" Olaf Scholz mehr Mut gewünscht. Ganz anders auf lokaler Ebene: "Bleibt an den Themen dran!" Gerade weil die Bundestagswahl ihre Schatten voraus wirft, sei eine gut aufgestellte Kommunalpolitik so wichtig.

Und genau das hat der neue alte Chef der SPD Töging in Zukunft vor: Statt mit "Vollgas" gehe Marco Harrer mit "Zuversicht" in die Zukunft. Mit dem Engagement der nachrückenden Parteijugend werde man das Beste für die Stadt herausholen, sagte Harrer. − np